
Erasmus+ an der Europaschule
Die Europaschule der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich versteht sich als offene, vielfältige und europäisch ausgerichtete Schule. Im Rahmen des Erasmus+ Programms erhalten Schüler*innen und Lehrpersonen die Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam mit Partnerschulen in Europa zu lernen und zu arbeiten.
Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere die Förderung von Demokratiebildung, Mehrsprachigkeit, Inklusion sowie interkultureller Kompetenz. Erasmus+ ermöglicht sowohl Schüler*innenmobilitäten als auch Fortbildungen und Job-Shadowings für Lehrpersonen. Unsere Schüler*innen begegnen Jugendlichen aus anderen europäischen Ländern, arbeiten gemeinsam an Projekten und setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinander. Lehrpersonen erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, innovative Unterrichtskonzepte und unterschiedliche Bildungssysteme kennenzulernen.
Als Europaschule sehen wir internationale Zusammenarbeit als wichtigen Beitrag zu einer modernen und zukunftsorientierten Bildung. Erasmus+ stärkt nicht nur sprachliche und fachliche Kompetenzen, sondern fördert auch Offenheit, Selbstständigkeit und den europäischen Gedanken im Schulalltag.
Erasmus+ Mobilität nach Straßburg
Im Rahmen des Erasmus+ Programms reisten von 26. bis 30. April 2026 insgesamt elf Schüler*innen der 6. bis 8. Schulstufe nach Straßburg. Dort trafen sie auf Schüler*innen aus Partnerschulen aus Deutschland (Hagen) und Italien (Sizilien), um sich gemeinsam mit dem europäischen Gedanken, Demokratie und internationalen Institutionen auseinanderzusetzen.
Straßburg als Sitz des Europäischen Parlaments bot dabei einen besonderen Lernort. Die Schüler*innen besuchten das EU-Parlament und konnten sogar eine Abstimmungssitzung live mitverfolgen. Darüber hinaus wurden weitere europäische Institutionen wie der Europarat und der Internationale Gerichtshof thematisiert und besichtigt. In gemeinsamen Workshops, Straßeninterviews, Rollenspielen und kreativen Projekten setzten sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Zugängen zu Demokratie und gesellschaftlicher Mitbestimmung auseinander.
Neben den inhaltlichen Programmpunkten stand auch das internationale Kennenlernen im Mittelpunkt. Die gemeinsame Zeit mit den Partnerschulen ermöglichte neue Freundschaften, interkulturellen Austausch und viele wertvolle Erfahrungen. Natürlich blieb auch Zeit, die Stadt Straßburg mit ihren Sehenswürdigkeiten und ihrem besonderen europäischen Flair zu entdecken.
Wir bedanken uns herzlich beim Erasmus+ Programm für die Unterstützung und die Möglichkeit, unseren Schüler*innen diese besonderen internationalen Lernerfahrungen zu ermöglichen.
Erasmus+ Job Shadowing an der Europaschule
Im Rahmen des Erasmus+ Programms durfte die Europaschule einen Kollegen aus Deutschland zu einem mehrtägigen Job Shadowing begrüßen. Im Mittelpunkt seines Besuchs standen insbesondere die Themen Inklusion, Nachhaltigkeit sowie innovative Unterrichts- und Lernsettings. Für den Aufenthalt wurde gemeinsam mit dem Kollegium ein abwechslungsreiches Programm mit Hospitationen, Gesprächsrunden und Einblicken in unterschiedliche pädagogische Bereiche gestaltet.
Während der Woche erhielt unser Gast vielfältige Einblicke in den Schulalltag der Europaschule. Hospitationen in Inklusionsklassen, Gespräche zu Teamteaching, Mentoring, digitalem Kinderschutz sowie zu den Domänen und unverbindlichen Übungen zeigten die unterschiedlichen pädagogischen Zugänge unserer Schule. Besonders großes Interesse galt den multiprofessionellen Teams sowie der engen Zusammenarbeit der Lehrpersonen im Teamteaching. Dabei zeigte sich unser Gast beeindruckt von der offenen Zusammenarbeit im Kollegium und der gelebten Unterstützung innerhalb der Teams.
Auch Themen wie Demokratiebildung, Begabungsförderung, Medienbildung und soziales Lernen wurden im Rahmen des Programms vorgestellt. Ergänzt wurde der Aufenthalt durch Schulführungen, Gespräche mit Lehrpersonen und Hospitationen in verschiedenen Unterrichtssettings.
Der Austausch bot nicht nur unserem Gast spannende Einblicke, sondern auch uns die Möglichkeit, unsere pädagogische Arbeit gemeinsam zu reflektieren und neue Perspektiven kennenzulernen. Internationale Kooperationen im Rahmen von Erasmus+ stärken damit nicht nur die europäische Vernetzung, sondern bereichern auch die Schulentwicklung und den pädagogischen Austausch an unserer Schule.
Erasmus+ Mobilität nach Brüssel – Europa erleben und gestalten
Im Rahmen des Erasmus+ Programms nahmen Schüler*innen der Europaschule an einer internationalen Begegnung in Brüssel teil. Gemeinsam mit Partnerschulen aus Italien und Deutschland beschäftigten sie sich unter dem Projektthema „European Values“ mit Demokratie, Vielfalt, Mehrsprachigkeit und europäischer Zusammenarbeit.
Die Reise bot den Jugendlichen die Möglichkeit, Europa nicht nur theoretisch kennenzulernen, sondern aktiv zu erleben. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Europäischen Parlaments, bei dem die Schüler*innen Einblicke in die Arbeit europäischer Institutionen erhielten und sich mit Demokratie und Mitbestimmung auseinandersetzten. Auch das Haus der Europäischen Geschichte sowie das Parlamentarium standen auf dem Programm.
Darüber hinaus arbeiteten die Schüler*innen in internationalen Gruppen an kreativen Projekten. Bei Straßeninterviews unter dem Titel „Voices of Brussels“ kamen sie mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern ins Gespräch und setzten sich mit Fragen wie „Was bedeutet Europa für dich?“ auseinander. Die Ergebnisse wurden anschließend in Podcasts, digitalen Plakaten und kreativen Beiträgen verarbeitet.
Neben den politischen und kulturellen Programmpunkten blieb auch Zeit, die Stadt Brüssel zu entdecken. Besuche des Atomiums und der Ausstellung „Mini-Europe“ ermöglichten spannende Einblicke in europäische Geschichte, Architektur und Vielfalt. Gemeinsame Aktivitäten stärkten zudem Teamgeist, Sprachkompetenz und interkulturelles Verständnis.
Die Erasmus+ Mobilität nach Brüssel zeigte eindrucksvoll, wie Lernen über Ländergrenzen hinweg gelingen kann. Unsere Schüler*innen konnten wertvolle internationale Erfahrungen sammeln, neue Freundschaften schließen und Europa als gemeinsamen Lebens- und Gestaltungsraum erleben.
Erasmus+ Job Shadowing an der Alemannenschule Wutöschingen
Von 13. bis 15. Oktober hatten wir im Rahmen unseres Erasmus+ Programms die Möglichkeit, ein dreitägiges Job Shadowing an der Alemannenschule Wutöschingen in Deutschland durchzuführen. Die Schule gilt als eine viel beachtete Referenzschule für innovative Lernsettings, Individualisierung und moderne Ganztagskonzepte.
Bereits am ersten Tag erhielten wir eine umfassende Einführung durch die Konrektorin der Schule und konnten zahlreiche Unterrichts- und Lernsettings kennenlernen. Besonders beeindruckend waren die offene Lernarchitektur, die klar strukturierten Tagesabläufe sowie die große Selbstständigkeit der Schüler*innen.
Am zweiten Tag standen die sogenannten „Clubs“ im Mittelpunkt. Diese projektorientierten Lernangebote erinnerten in vielen Bereichen an unsere Arbeit in den Domänen. Besonders spannend waren ein kreativer Kunst-Club sowie ein naturwissenschaftlicher Club, der forschendes Lernen direkt an einem nahegelegenen Bach umsetzte. Hier zeigte sich eindrucksvoll, wie Lernen, Natur und Projektarbeit miteinander verbunden werden können.
Der dritte Tag widmete sich unter anderem digitalen Lernformen und individualisiertem Unterricht. In einem sehr interessanten Austausch mit dem iPad-Beauftragten der Schule erhielten wir Einblicke in digitale Lernplattformen und Selbstlernkonzepte. Beeindruckend war insbesondere die konsequente Förderung selbstständigen Lernens sowie die ruhige und wertschätzende Lernatmosphäre.
Auch wenn nicht alle Konzepte direkt auf unsere Schule übertragbar sind, konnten wir viele wertvolle Impulse mitnehmen: den Mut, neue Wege zu gehen, ein starkes Vertrauen in die Fähigkeiten der Schüler*innen sowie eine klare Haltung zu Individualisierung und Eigenverantwortung.
Das Erasmus+ Programm ermöglicht uns nicht nur internationale Begegnungen, sondern auch spannende Einblicke in innovative Schulentwicklung und neue pädagogische Perspektiven.



